Wird der Wohnwagen oder das Wohnmobil direkt vom Blitz getroffen, sucht sich der Blitzstrom immer den nächsten (leichtesten) Weg zur Erde. Es wird ein Überschlag auf das gut geerdete Stromnetz an der schwächsten Stelle der Elektroanlage (meist sind es Elektrogeräte) stattfinden. Folge ist meist die Zerstörung der Geräte, der Installation, aber auch die Entstehung eines Brandes kann nicht ausgeschlossen werden. Auch die Gasleitung könnte durch einen Blitzeinschlag undicht werden. Aus diesem Grund sollte man nach einem Gewitter die Gasanlage auf Druckabfall überprüfen. Insbesondere auf Dauerplätzen abgestellte Wohnwagen können während der Abwesenheit des Besitzers vom Blitz getroffen worden sein (Explosionsgefahr beim Zünden von Feuer oder beim Eintreten mit einer Zigarette wären die Folge einer undichten Gasleitung). Wird das Stromnetz (oberirdisch verlegte Leitungen, Stromverteilerkästen, einspeisende Gebäude) vom Blitz getroffen, und ist die Verbindung zum Fahrzeug oder Wohnwagen nicht getrennt, so führt diese Leitung einen Teil des Blitzstroms und es kann im Wohnwagen zum Überschlag kommen. Der Aufenthalt in einem Wohnwagen ohne Metallkonstruktion ist genauso gefährlich wie der Aufenthalt im Freien. Auch birgt das Schlafen oder der Aufenthalt unter sogenannten Hubdächern von Wohnmobilen aus Kunststoff eine große Gefahr während eines Gewitters: Der Blitz könnte den menschlichen Körper als Leiterbahn auf dem Weg zur Erde benutzen.

Der Beitrag ist von übernommen blitzschutz.com




Das schreibt der ADAC auf seiner Webseite:

Eine Aluminium-Außenhaut oder eine Kunststoff-Beplankung auf einem Metall-Gerippe (vereinzeltes Konstruktions-Prinzip bei Freizeitmobilen, aber auch bei frühen Modellen des Renault Espace und beim "Trabbi") wirken ebenfalls wie ein "Faradayscher Käfig". Kritisch könnten allenfalls reine Kunststoff-Gehäuse, wie Wohnmobile in GFK-Bauweise, sein. Über Blitzopfer, darauf muss man deutlich hinweisen, wurde aber auch hier nie berichtet. Als guter Blitzableiter würde sich ein metallischer Dachgepäckträger anbieten, der dann freilich über Kabel und Erdspieß mit dem Erdboden verbunden werden muss. Gewitter im Anmarsch – das sollte man als Camper unbedingt beachten: Sicheren Aufenthalt bietet die (in jedem Fall „metallische“) Fahrerkabine Alkoven meiden Fenster, Türen, Hub- und Klappdächer schließen nicht mit dem Kopf in den Bereich des Daches kommen keine metallischen Teile der Einrichtung anfassen also auch nicht Geschirr spülen oder duschen 230-V-Kabel außen am Wagen abziehen (Gefahr der „Überspannung“)

Bei Gewitter ab ins Fahrerhaus

 

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